Adoleszente idiopathische Skoliose: Fortschritte in Diagnose und Therapie
Die idiopathische Skoliose im Jugendalter (AIS) ist eine schwerwiegende Wirbelsäulenerkrankung, die unbehandelt zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen führt. Dieser Übersichtsartikel untersucht die neuesten Fortschritte in der Diagnose und Behandlung des AIS.
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Aktuelle Erkenntnisse
Strahlenarme Verfahren haben sich in der Behandlung von Patienten mit idiopathischer Skoliose (AIS) zu einem zentralen Thema entwickelt. Das EOS-System gewinnt aufgrund der geringeren Strahlenbelastung im Vergleich zu herkömmlichen Röntgenaufnahmen zunehmend an Popularität und ermöglicht zudem eine 3D-Rekonstruktion. Die Orthesenversorgung ist nach wie vor die Standardtherapie für geeignete Krümmungen. Aufgrund der Wichtigkeit der Tragetreue wird jedoch zunehmend die Entwicklung personalisierter Orthesen mittels 3D-Druck vorangetrieben. Sind die Krümmungen nicht für eine Orthesenversorgung geeignet, wird in der Regel ein chirurgischer Eingriff empfohlen. Die dorsale Spondylodese (PSF) gilt weiterhin als Goldstandard; Neuere wachstumsmodulierende Verfahren befinden sich jedoch noch in der Entwicklung. Die anteriore Wirbelkörperverankerung (VBT) ist eine relativ neue Behandlungsmethode für AIS, die vielversprechende erste Ergebnisse gezeigt hat. Aufgrund ihrer Neuartigkeit und der noch uneinheitlichen Ergebnisse ist die Anwendung von VBT jedoch begrenzt und bedarf weiterer Forschung.
Zusammenfassung
AIS ist eine komplexe Erkrankung, deren Ursachen noch nicht vollständig geklärt sind. Eine zufällige Diagnose ermöglicht es, durch konservative Behandlung das Fortschreiten der Skoliose und damit die Notwendigkeit eines chirurgischen Eingriffs zu verhindern. Neue Technologien wie das EOS-System erlauben die 3D-Rekonstruktion der Skoliose und unterstützen so die präoperative Planung. Die posteriore spinale Fusion (PSF) gilt weiterhin als Goldstandard in der chirurgischen Behandlung von AIS. Neue Entwicklungen alternativer Techniken bergen jedoch vielversprechende Zukunftsperspektiven, insbesondere für Patienten mit noch nicht abgeschlossenem Knochenwachstum.
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